Kontrollierte Steinqualität – Warum ist das nötig?

Dieses ursprünglich vom Steinheilkunde e.V. ins Leben gerufene Gütesiegel für Heilsteine ist heute ein wichtiger Garant für qualitativ reine Edelstein-Ware und auch für die korrekte Deklaration der Heilsteine.

Das heißt, Händler mit diesem Siegel kennen sich auch aus mit ihrer Ware und erzählen dir keine wilden Geschichten aus Büchern.

Es ist schon wichtig, dass du bei Heilsteinen auch das Material bekommst, was du bestellt hast. 

Andere Mineralien haben sonst eventuell gar nicht die gewünschte Wirkung, die du erwartet hast oder sind schlimmstenfalls giftig oder radioaktiv bestrahlt worden. 

Da heutzutage bei Mineralien sehr viel manipuliert wird, ist so ein Siegel meiner Meinung nach absolut an der Zeit. 

Ohne ein fundiertes Fachwissen kann ich nicht wissen, ob die gekaufte Ware meinen Qualitätsstandards entspricht, wenn ich die Mine im Herkunftsland und die Verarbeitungswege nicht ganz genau kenne. 

Hier siehst du einen blau gefärbten Achat Zimmerbrunnen. Als Brunnen ist er nicht schädlich, einzelne Achatscheiben, die gefärbt sind, würde ich jedoch zu Heilzwecken nicht einsetzen.
Da es aber ein chemisches Verfahren ist, mit dem da gefärbt wird, sehe ich heute komplett vom Kauf gefärbter Ware ab. 

In Brasilien zum Beispiel werden  viele der bunten im Handel erhältlichen Achate in vielen Farben eingefärbt. In grün, blau, dunkelrot, schwarz-weiß, violett, gelb oder pink kommen sie in der Natur nicht vor.

Es wird zum Färben z.B. für die dunkelrote Farbe eine Eisennitratlösung in Fässer mit den Steinen geschüttet, dann teilweise erhitzt. 

Auch Salzsäure und Eisenchlorid, Zuckerlösungen oder Schwefelsäure spielen bei diesen Vorgängen je nach Farbvariante eine Rolle.

Wie diese Chemiecocktails anschließend wieder entsorgt werden, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Über die Arten von Immitationen und Fälschungen werde ich in einem anderen Beitrag berichten.

Was wird bei Mineralien und Edelsteinen manipuliert?

Im Bereich der Mineralien werden viele Steine künstlich manipuliert, gefärbt, künstlich erhitzt, radioaktiv gestrahlt, bedampft oder direkt synthetisch hergestellt.

Diese Verfahren werden überall angewendet, wo es möglich ist, nicht nur dort, wo es sich lohnt.

Deshalb ist es so wichtig, zumindest als Händler darüber Bescheid zu wissen, welche Steine natürlich und welche behandelt sind.

Im Bereich der Heilsteine gilt es, der Gesundheit förderlich zu sein. Deshalb ist es für mich als Händlerin unabdingbar, gewissen Dinge aus dem Steinreich zu meiden.

Aus diesem Grund lasse ich mein Steinsortiment jährlich von Edelstein Prüfinstitut unter die Lupe nehmen.

Dieses Institut unter der Leitung von Bernhard Bruder vergibt auch das GKS Siegel, welche für gemmologisch kontrollierte Steinqualität steht.

Das heißt, mein Sortiment wird einmal im Jahr auf korrekte Deklaration und Echtheit der Ware kontrolliert.

Wie sieht so ein Siegel aus?

Dies ist das Gütesiegel, auf das du beim HändlerIn deines Vertrauens achten solltest. Im Zweifelsfalls frag einfach nach und schau auf der Website der Stelle, die es vergibt. Du findest sie im näschten Absatz.

Wo finde ich GKS-Händler?

Auf dieser Website www.gks-zertifizierung.de kannst du nachlesen, was genau das Zertifikat noch aussagt. Dort ist es genau beschrieben.

Du kannst davon ausgehen, dass alle Händler, die auf der genannten Seite gelistet sind, auch wirklich dieses Siegel erhalten haben. 

Wenn du also sicher gehen willst, das der Händler deines Vertrauens auch wirklich geprüft ist, dann schau dort nach. Jeder, kann sich heute Bilder auf die Seite setzen und Dinge behaupten. Deshalb vergewissere dich, wenn du sicher gehen willst. 

Für mich war es seit Eröffnung meines 1. Geschäftes 2003 wichtig, dass ich weiß, was ich verkaufe und was es damit auf sich hat. Deshalb war ich ab 2004 direkt GKS-Händlerin.

Da ich zwischenzeitlich im Großhandel unterwegs war, habe ich einige Zeit pausiert.

Heute sind die Seminare und die Steine, die für die Fortbildungen benötigt werden, geblieben. So bin ich seit 2018 wieder geprüfte GKS-Händlerin.

Wie sieht so ein GKS-Zertifikat aus?

Du erkennst auf dem Zertifikat anhand der Jahreszahlen auf der rechten Seite, in welchem Jahr das GKS-Zertifikat Gültigkeit hat bzw. hatte. 

Ich selbst zum Beispiel hatte das Zertifikat von 2004-2008. Danach war ich einige Zeit im Großhandel tätig. Jetzt habe ich für meine Ausbildungs- und KursteilnehmerInnen, sowie Onlineshop-Kunden wieder seit 2018 das die GKS-Prüfung vornehmen lassen. 

Das die Prüfung natürlich nicht kostenlos ist, gilt es das genau zu durchdenken. Mir ist es das für die Kundensicherheit wert und um meinen KundInnen die Reinheit meiner Steine vermitteln zu können. 

Reden kann Frau oder Mann ja viel. Fakten schaffen ist da für mich der geeignetere Weg. 

Was hab ich als Kunde von dem Zertifikat?

Als KundIn kannst du dich auf geprüfte Händler verlassen. Du kannst darauf zählen, das die Händler keine synthetische, gefärbte oder bestrahlte Ware anbieten. Letztendlich sollte aber dein Bauchgefühl dich zum Händler deines Vertrauens geleiten.

Für mich ist Steinekauf noch immer eine sehr persönliche Vertrauenssache. Auch heute noch fast 20 Jahren am Markt, kaufe ich meine Steine aus sicheren Quellen von mir persönlich bekannten Händlern. Dabei weiß ich heute sehr genau, welche Steine ich wo finde und wem ich vertrauen kann. 

Dieses Zertifikat dient nicht nur zur Kundensicherheit sondern gibt mir auch als Händlerin die Sicherheit, dass ich immer informiert bin, was auf dem Markt los ist und vor allem – was in meinen Regalen liegt.

Ich bin darüber informiert, wie meine Steine behandelt sind und bei welchen Sorten besonders auf Herkunft und Echtheit zu achten ist, weil dort viel manipuliert wird.

Das GKS-Zertifikat ist also eine Sicherheit in beide Richtungen, denn dadurch kann ich mich auch selbst gut auf dem Laufenden halten und habe sichere Einkaufsquellen. Ebenso haben meine Kunden die Sicherheit, auch das zu erhalten, was sie bestellen.

Denn gerade auf dem Sektor der Heilsteine, also der Arbeit mit den Steinen und Menschen, ist es mir besonders wichtig, dass die Qualität in jeder Hinsicht stimmt.

Synthetisch hergestellte Steine sind bei mir genau so wenig im Sortiment wie künstlich behandelte oder giftige Mineralien.

Was passiert bei der GKS-Prüfung?

Das Gemmologenteam kommt einmal im Jahr hier vor Ort und schaut meine Auslage und Lagerbestände an. Alle Steine, die für Heilzwecke in Frage kommen, werden angesehen und auch Echtheit geprüft. 

Bernhard Bruder und Team ist dann hier vor Ort und baut ein eigenes mitgebrachtes Labor in meinen Räumen auf.

Es gibt einige kritische Sorten an Heilsteinen, die immer geprüft werden und ansonsten wird das gesamte Sortiment angeschaut, ob es korrekt deklariert ist und ob auch das drinnen ist, was draufsteht. 

Jedes Mal lerne natürlich auch ich wieder etwas Neues, bekomme alle aktuellen News aus erster Hand, was am Heilsteine-Markt gerade passiert und was gerade neues an Fälschungen und Immitationen unterwegs ist. 

Außerhalb der Prüfungstage gibt es einen Newsletter, in dem das Edelstein-Prüfinstitut mich regelmäßig über neueste Steine und auch Fälschungen auf dem Laufenden hält. 

So ist das für mich eine runde Sache. Wenn das Experten-Prüfteam hier ist, besteht auch die Möglichkeit, nach Anmeldung gegen Entgelt eigene Steine (aus Zeitgründen bis zu 3 Stück pro Person) direkt hier vor Ort testen zu lassen. 

In manchen Jahren gab es auch Schulungen hier vor Ort mit Präsentationen und ganz viel Kunden Know-How für alle, die mehr Sicherheit in Steinkenntnis wollen oder selbst mit Steine einen Handel aufbauen wollen. 

So kannst du dir gleich die passenden Informationen mitnehmen, worauf du im Handel beim Einkauf von Mineralien und Heilsteinen achten solltest. 

So kannst du vielleicht mein Sortiment mit ganz anderen Augen anschauen. Schau doch gleich mal in meinem Edelstein-Shop vorbei.

Mehr Informationen über Immitationen, Fälschungen und wie du sie am besten erkennen kannst findest du in meinem Basiskurs - Steinheilkunde leicht gemacht.



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